Karten und Landesinformationen
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Japans alte Provinzen findest du jetzt
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Historisch bedeutende Orte
Landesnatur
Burgen und Städte
Einige der historisch bedeutenden Orte
© welt der samurai
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Nagasaki |
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Kamakura |
Ise |
Osaka |
Himeji
Landesnatur
Japan besteht aus etwa 4000 kleinen und den vier großen Inseln,
Honshu, Hokkaido, Kyushu und
Shikoku.
Das vorwiegend gebirgige und bewaldete Land mit einer Gesamtfläche von 377 837 km², bietet mit etwa 15 Prozent,
nur sehr wenig landwirtschaftlich nutzbaren Boden.
Obwohl es eine Vielzahl an mineralischen Bodenschätzen gibt, lohnte sich nie ein Abbau im größeren Umfang.
Es wurden kleinere Mengen Kohle, Kupfer-, Blei-, Zink- und Eisenerz sowie Quarz und Kalkstein gefördert.
Auf der Insel
Sado wurde Gold- und Silber-Abbau berieben.
Die zahlreichen Fließgewässer im Landesinneren, haben je nach Jahreszeit sehr unterschiedliche Wasserstände,
so dass sie nur für sehr flache Boote befahrbar sind.
250 Vulkane, wovon heute noch 60 aktiv sind, und die geographische Lage an der Grenze
der sich verschiebenden eurasiatischen und pazifischen Kontinentalplatten,
führten schon immer zu heftigen Vulkanausbrüchen und Erdbeben.
Auch verheerende Tsunamis, ausgelöst durch starke Seebeben, sind keine Seltenheit.
Japan wird in regelmäßigen Abständen von Taifunen heimgesucht, die
teilweise schwere Verwüstungen anrichten.
Das Klima ist im Norden gemäßigt und im Süden
subtropisch, wodurch sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt entwickelt hat.
Die sehr fischreichen Gewässer vor den japanischen Küsten
liefern eine wichtige Ergänzung zum Grundnahrungsmittel Reis.
Burgen und Städte
Etwa ab dem 4. Jahrhundert entstanden zum Schutz von Überfällen, erste einfache Verteidigungsanlagen.
Aus den mit einfachen Holzpalisaden und Wachtürmen geschützten Forts, entwickelten sich im Verlauf der zahlreichen
bewaffneten Auseinandersetzungen, mehr oder weniger große Burgen (jap.
Shiro oder auch
Jokaku).
Sie bestehen in der Regel aus einem mächtigen Hauptturm
Tenshukaku, (wörtlich "Himmelsschutzkabinett"), der von mehreren kleinen Türmen und Wehrgängen umgeben ist.
Die Türme sind auf einem hohen, sehr steilen Mauerfundament gebaut und von tiefen Wassergräben umgeben.
Auf den Dachgiebeln des Hauptturms findet man ein fischartiges Fabelwesen (
Shachihoko ), das als Feuerschutzsymbol dient.
Anders als in Europa, boten die Festungen normalerweise der Zivilbevölkerung keinen Schutz innerhalb der Mauern.
Sie waren bei einem Angriff weitgehend auf sich gestellt und flohen in die umliegenden Berge und Wälder.
Von den über 400 großen Festungen des Mittelalters, sind heute nur sehr wenige im Originalzustand erhalten.
Viele wurden durch Kriege, Naturkatastrophen oder auf Anordnung zerstört und erst im 20. Jahrhundert aufwendig restauriert.
Burgen wurden allgemein nach ihrem Standort benannt, wobei dann aus
Shiro,
-jo wurde, daß dann dem Namen der Stadt anhing,
wie
Ōsaka-jō oder
Edo-jō.
Belagerungen
Die Festungen Japans waren hauptsächlich aus Holz und wurden bei einem Angriff schnell ein Raub der Flammen.
Da die Auseinandersetzungen meist in einer offenen Feldschlacht stattfanden, hatte der Festungsbau in Japan nie die Bedeutung,
die er in Europa erlangte. Um die Beweglichkeit ihrer Truppen zu erhalten, verzichteten die japanischen Feldherrn meist auf schwere
Belagerungswaffen, wie Katapulte oder große Rammböcke.
Daher waren die effektivsten Mittel der japanischen Belagerungstechnik, Brände zu legen und die Burg von der Wasserversorgung abzuschneiden.
Zur Verteidigung der Festungen ließ man sich jedoch einige Gegenmaßnahmen einfallen. Während die Angreifer versuchten hinter
fahrbaren Schilden heranzurücken, wurden aus klappbaren Luken allerlei Gegenstände auf sie geworfen. Steine, nagelbesetzte Holzbalken,
siedendes Öl und glühende Eisengestelle mit Rädern, die an Ketten die steilen Mauern herabsausten und wieder hochgezogen wurden.
Die Belagerer verwendeten zusammensteckbare Sturmleitern mit Rädern am oberen Ende und schoben diese an den Mauern hoch.
Verschiedenste spitze oder glühende Dinge, an Stricken und Ketten befestigt, schleuderte man von den Mauern und Wehrgängen den
Angreifer auf ihren Leitern entgegen.
Bereits in den vordersten Wehranlagen trafen die Angreifer auf Fallstricke, Fußangeln,
Fallgruben und Wassergräben mit einem Boden aus spitzen Holzpflöcken. Verschiedene Sperren aus angespitzten Bambusstangen
machten als offene oder versteckte Hindernisse das Vorrankommen schwer.
Die Festung
Osaka wurde 1615 durch die Truppen des
Tokugawa Ieyasu belagert, erobert und dadurch weitgehend zerstört.
Waren die Feinde doch bis in die Burg vorgedrungen, warteten weitere Fallen, wie verwinkelte Gänge mit herabstürzenden Steinen auf sie.
Doch mussten sich die eingeschlossenen Verteidiger nur allzuoft geschlagen geben. Gingen ihnen die Vorräte und die Munition aus und konnten
sie nicht mit Hilfe von Aussen rechnen, hatten sie keine Chance.
Die
Tokugawa-Periode (1603 bis 1868) brachte Japan eine Zeit des inneren Friedens. Während dieser Epoche der Isolation, hielt man es nicht
für erforderlich, japanische Festungen auf Belagerungen mit moderneren Kanonen vorzubereiten. In der Architektur japanischer Burgen,
genauso wie in der Technik der Feuerwaffen, fand nach dem Jahr 1600 praktisch keine weitere Entwicklung statt.
© japan-photo.de
Die Festung
Tsuruga, Sitz der Fürsten von
Aizu, aus dem Jahre 1384.
Sie bildete 600 Jahre lang das Zentrum der Stadt
Aizu-Wakamatsu.
Burgstädte
Burgstädte als Regierungszentren der Provinzen, entwickelten sich im 15. und 16. Jahrhundert.
Schließlich errichtete jeder Fürst seine eigene Burg.
Die größeren Clans verfügten sogar über eine ganze Reihe von Burgen und Befestigungsanlagen.
Seit 1620 erlaubten die
Tokugawa-Shōgune für die etwa 250
Daimyate jeweils nur eine Burg,
worauf hunderte Burgen zerstört oder geräumt wurden.
Ähnlich wie in Europa entwickelten sich um die Burgen herum, größere Wohngebiete und schließlich Städte.
Die Menschen dieser Zeit waren durch Verordnungen in vier Klassen eingeteilt. Die
Bauern mussten ihre Felder bewirtschaften, während die Stände der Händler,
der Handwerker und der Samurai in den Städten in eigenen, voneinander getrennten Stadtteilen lebten.
In großen Städten bildete sich auch noch ein weiteres Viertel,
das
Hanamachi (Blumenstadt), ein Vergnügungsviertel in dem es Bordelle,
Glücksspielhäuser und Theater gab.
Vor allem während der
Edo-Periode entwickelten sich die Städte zu blühenden Metropolen.
Mitte des 19. Jahrhunderts lebten in Japan etwa 27 Millionen Einwohner, wovon schätzungsweise 3 Millionen
die Städte bewohnten.
Anfang des 18. Jahrhunderts war
Edo mit etwa 1 Million Einwohnern die größte Stadt der Welt.
Hier sind die mächtige Burg
Edo-jo und die inneren Verteidigungsanlagen zu sehen.
Eine ständige Bedrohung waren die verheerenden Brände, die oftmals ganze Stadtteile in Schutt und Asche legten.
In
Edo kamen 1657, bei einem solchen Großbrand über 100.000 Menschen ums Leben.
Auslöser waren nicht selten die offenen Kohleöfen in den fast vollständig aus Holz gebauten Häusern.
Ein Feuer konnte sich rasend schnell von Haus zu Haus ausbreiten.
Auch Erdbeben und Vulkanausbrüche waren für viele
Zerstörungen verantwortlich.
Die Holzkonstruktionen der Wohnhäuser, Tempel und Burgen waren zwar schnell entflammbar,
erwiesen sich aber als relativ sturmfest und erdbebensicher.
Künstler: Ando Hiroshige | aus "Die 53 Stationen des Tōkaidō"
Händler mit Ochsenkarren an einem Rasthaus bei
Otsu.
Handelswege
Der
Tōkaidō (östlicher Seeweg) verband
Edo mit
Kyōto und war eine der bedeutendsten Handelsstraßen im alten Japan.
Über eine Strecke von 488 km entstanden die berühmten 53 Stationen des
Tōkaidō , Gasthäuser, Post- und Zollstationen.
Sie wurden in der Holzschnitt-Serie "Die 53 Stationen des Tōkaidō" des Künstlers
Ando Hiroshige verewigt.
Die Strasse verläuft von
Tokio über
Nagoya, dann an der Ostküste von
Honshu, durch die Berge
und südlich am
Biwasee bis
Kyōto.
Diese unentbehrliche Verkehrsader zu kontrollieren, war während der
Edo-Periode von großer Bedeutung
und für das
Tokugawa-Shōgunat auch ein Machtinstrument.
Der zweite wichtige Handelsweg zwischen
Edo und
Kyōto, war der
Nakasendo (Straße durch die zentralen Gebirge)
Im Gegensatz zum küstennahen
Tōkaidō, bewegte sich der
Nakasendo im Inland.