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Kapitel 1   Jidai-geki (Historien-Filme)
Kapitel 2   Fantasy-Filme
Kapitel 2   Martial Arts
Kapitel 3   Sonstige


Filme

Jidai-geki

(Historien-Filme)



Rikyu, der Teemeister
Originaltitel: Rikyu
Japan 1989, 116 Min
Genre: Historien-Film
Regie: Hiroshi Teshigahara

Hier gibt es keine Schwertkämpfe und blutige Schlachten zu sehen. Erzählt wird die tragische Geschichte des Sen no Rikyu (*1522 †1591), Teemeister und freundschaftlicher Berater von Toyotomi Hideyoshi. Der aus bäuerlichen Verhältnissen stammende Hideyoshi, hat den entgültigen Sieg über die konkurrierenden Samurai-Clans errungen. Dem Größenwahn verfallen, plant er nun die Eroberung Koreas. Rikyu, sein Teemeister, versucht ihn zur Vernunft zu bringen und fällt daraufhin in Ungnade.

Meine Meinung: phantastische Bilder; stimmungsvoll; viel Gefühl; sehr interessant; Ein sehr anspruchsvoller Film, der auf eindrucksvolle Weise die verhängnisvolle Beziehung dieser beiden starken Persönlichkeiten beschreibt.

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Die sieben Samurai
Originaltitel: Shichinin no samurai
Japan 1954, Originallänge 200 Min
Genre: Historien-Film
Regie: Akira Kurosawa

Keine großen Fürsten und mächtigen Kriegsherrn, sondern die einfachen Samurai und Bauern spielen hier die Hauptrolle.
Das 15. Jahrhundert, der Bürgerkrieg reißt das Land in Chaos und Elend. Ein abgelegenes Dorf wird von einer Räuberbande bedroht. Die Bauern werben zu ihrem Schutz sieben verarmte, herrenlose Samurai an. Ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt.

Meine Meinung: der ultimative Klassiker der Samurai-Filme, eine kompromislose "Gut gegen Böse"-Geschichte; hervorragende, authentisch wirkende Kampfszenen; keine Effekthascherei; keine Superhelden mit übermenschlichen Fähigkeiten; man sieht den Charakteren die Anstrengung des Kampfes an; die Darsteller beherrschen die Waffen und Pferde, ohne überzogen zu wirken; einer der besten Samuraifilme; die kürzere deutsche Fassung ist etwas holperig synchronisiert

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Kagemusha, Der Schatten des Kriegers
Originaltitel: Kagemusha
Japan 1979, 152 Min
Genre: Historien-Drama
Regie: Akira Kurosawa
Buch: Akira Kurosawa

Der mächtige Takeda Shingen wird von einer Kugel tödlich verwundet. Sein letzter Wille ist es, seinen Tod 3 Jahre lang geheim zu halten. Ein zum Tode verurteilter Kleinkrimineller, der dem Füsten zum Verwechseln ähnlich sieht, wird begnadigt und zu seinem Doppelgänger bestimmt. Doch das Leben am Fürstenhof ist dem Doppelgänger fremd und nicht alle Mitwisser sind mit diesem Versteckspiel einverstanden. Der Schwindel droht aufzufliegen.

Meine Meinung: sehr gut erzählt; spannend bis zum Schluss; mit einer Prise Humor und doch dramatisch bis tragisch; interessanter Einblick in das Leben und Sterben der Samurai.

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Nach dem Regen
Originaltitel: Ame agaru
Japan 1999, 86 Min
Genre: Historien-Film
Regie: Takashi Koizumi
Drehbuch: Akira Kurosawa

Ein herrenloser Samurai zieht mir seiner Frau durchs Land. Der meisterhafte Schwertkämpfer verdient den Lebensunterhalt durch Preis-Duelle, was jedoch einem Samurai streng verboten ist. Das Paar muss in einer Herberge unfreiwillig Rast machen, denn der Fluss den sie überqueren wollen, ist durch heftige Regenfälle angeschwollen und nicht passierbar. Schließlich wird der örtliche Lehnsherr auf den Schwertkämpfer aufmerksam und möchte ihn in seine Dienste nehmen.

Meine Meinung: eine schöne Geschichte; sehr viel Gefühl; für Kenner gibt es hier meisterhafte Schwert-Technik zu sehen

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Ran
Originaltitel: Ran
Japan 1985, 154 Min
Genre: Historien-Drama, Literaturverfilmung
Regie: Akira Kurosawa
Buch: Akira Kurosawa, Hideo Oguni, Masato Ide

Fürst Hidetora ist alt geworden und will die Herrschaft über sein Reich an seine drei Söhne weitergeben. Der älteste Sohn wird das neue Oberhaupt des Clans, die Anderen sollen jeweils eine Burg erhalten. Doch schon kommt es zum Streit. Der jüngste Sohn durchschaut die finsteren Absichten seiner Brüder und wird sogleich vom verblendeten Vater verstoßen. Ein gnadenloser und verhängnisvoller Machtkampf entbrennt.

Meine Meinung: Kurosawas Meisterwerk; erstklassige Darsteller, perfekte Kameraeinstellungen, mitreißende Geschichte; inspiriert von Shakespeares "König Lear" hat Akira Kurosawa sich selbst übertroffen. Dieser Film hält uns eindringlich vor Augen,
Machtgier, Neid und Eifersucht führen ins Verderben.

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Das Schloss im Spinnwebwald
Originaltitel: Kumonosu-Jo
Throne of Blood (USA) (original subtitled version)
Japan 1957, 105 Min
Genre: Historien-Drama, Literaturverfilmung
Regie: Akira Kurosawa
Buch: Akira Kurosawa, Hideo Oguni, Shinobu Hashimoto, Ryuzo Kikushima

Hier ließ sich Kurosawa von William Shakespeares "Macbeth" inspirieren.
Die beiden Samurai Washizu und Miki sind nach einer gewonnenen Schlacht auf dem Heimweg. Im umheimlichen Spinnwebwald verirren sie sich und begegnen einem merkwürdigen Geist. Dieser Geist prophezeit ihnen eine glänzende Karriere. Ungläubig kehren die beiden Samurai in die Burg ihres Herrn zurück und seltsamerweise treten die Vorhersagen des Geistes tatsächlich ein. Von seiner machtbesessenen Frau wird Washizu zum Mord an seinem Fürsten gedrängt. Es gelingt ihnen die Tat zu vertuschen und die Herrschaft zu übernehmen. Doch das Schicksal wendet sich gegen den Verräter.

Meine Meinung: Düster und unheimlich. Der einst so treue Samurai endet im Wahn seiner Machtgier.

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Die verborgene Festung
Originaltitel: Kakushi Toride no San-Akunin
Japan 1958, 139 Min
Genre: Abenteuerfilm
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Akira Kurosawa, Shinobu Hashimoto

Zwei tollpatschige Bauern, die als einfache Soldaten dem besiegten Akisuki-Clan gedient haben, befinden sich auf der Flucht in ihr Heimatdorf. Unterwegs werden sie von dem Akisuki-General Rokurota Makarabe aufgegabelt. Sie sollen ihm helfen die Prinzessin Yuki und den Goldschatz der Akisuki, über die streng bewachte Grenze in eine befreundete Nachbarprovinz zu bringen. Verfolgt von den Truppen des Feindes, beginnt eine gefahrvolle Reise, auf der die Gefährten allmählich ihr gegenseitiges Misstrauen überwinden und merken wie sehr sie aufeinander angewiesen sind.

Meine Meinung: Eine spannende und unterhaltsame Abenteuergeschichte mit überraschenden Wendungen. Toshiro Mifune glänzt hier in der Rolle des listigen und kampferprobten Generals Rokurota Makarabe.




Fantasy-Filme




Onibaba - die Töterinnen
Originaltitel: Onibaba
Japan 1965, 100 Min.
Genre: Drama, Gruselfilm
Regie und Buch: Kaneto Shindo
Darsteller: Nobuko Otowa, Jitsuko Yoshimura, Kei Sato, Jukichi Uno, Taija Tonomura

Eine junge Frau haust mit ihrer Schwiegermutter versteckt inmitten einer unüberschaubaren Schilfgraslandschaft in einer Bambushütte. Es herrscht Bürgerkrieg und wie viele andere Menschen, müssen auch die beiden Frauen ums Überleben kämpfen. Um nicht zu verhungern, lauern sie verirrten und verwundeten Samurai auf, töten sie und rauben sie aus. Eines Tages kehrt ihr Nachbar aus dem Krieg zurück und erzählt ihnen, dass der Mann bzw Sohn auf den beide warten, tot ist. Als sich die junge Frau in den heimgekehrten Nachbarn verliebt, wird die Schwiegermutter eifersüchtig und fürchtet, dass sie ihre Raubüberfälle alleine nicht ausführen kann. Mit Hilfe einer dämonischen Maske versucht die Schwiegermutter die beiden Liebenden zu erschrecken, was jedoch ein grauenhaftes Ende nimmt.

Meine Meinung: Eine wirklich unheimliche Atmosphäre. Der Film ist für seine Zeit ein echter Gruselfim. Es gibt eine schlecht synchronisierte deutsche Fassung, die man sich allerdings sparen kann. Die eindrucksvollen Bilder sprechen für sich.

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Prinzessin Mononoke
Originaltitel: Mononoke Hime
Japan 1997, 133 Min
Genre: Anime, Fantasy
Regie: Hayao Miyazaki
Drehbuch: Hayao Miyazaki
Produktion: Studio Ghibli

Der junge Ashitaka will sein Dorf vor einem gewaltigen, übernatürlichen Wildschwein beschützen. Dabei erleidet er eine Verletzung, die eine dämonische Kraft freisetzt. Eine Kraft, die langsam von seinem Körper Besitz ergreift und sein Leben bedroht. In der Hoffnung doch noch geheilt zu werden, verlässt Ashitaka sein Dorf und begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung dieser Kraft. Er begegnet einer etwas seltsamen Dame, die über eine befestigte Siedlung herrscht und dort eine Werkstatt für Feuerwaffen betreibt. Sie führt einen Krieg gegen die Wölfe in den umliegenden Wäldern, die sie für den Betrieb ihrer Schmelzöfen abholzen lässt. Anführerin der Wölfe ist die mächtige Wolfsgöttin Moro und ein geheimnisvolles Mädchen, dass bei den Wölfen lebt. Ashitaka gerät zwischen die Fronten und muss sich schon bald entscheiden.

Meine Meinung: Die uralten mythischen Wald-Wesen, im verzweifelten Kampf gegen die Menschen, die ihren Lebensraum zu zerstören drohen. Ein fantastischer Zeichentrickfilm, der uns in die Welt der Natur-Geister und -Gottheiten entführt. Spannend vom Anfang bis zum Ende.

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Shinobi - Heart under Blade
Japan 2005, 107 Min
Genre: Fantasy-Actionfilm
Regie: Ten Shimoyama
Drehbuch: Kenya Hirata
Auf DVD erschienen: April 2007

Der Bürgerkrieg ist beendet und Japan unter Shōgun Ieyasu vereint. Die junge Oboro gehört dem Iga-Clan an und ist unsterblich in Gennosuke, den Anführer der Koga-Ninja, verliebt. Die beiden Ninja-Familien sind seit Jahrhunderten verfeindet und bekämpfen sich bis aufs Blut. Als dem Shōgun klar wird, dass die Ninja eine nicht zu kontrollierende Gefahr sind, befiehlt er ihnen, im Wettkampf auf Leben und Tod gegeneinander anzutreten. Die heimliche Liebe von Oboro und Gennosuke wird auf eine harte Probe gestellt.

Meine Meinung: Eine richtig schön-tragische Liebesgeschichte. Doch auch die Action kommt hier nicht zu kurz. Die Ninja haben übernatürliche Fähigkeiten. Jeder Einzelne beherrscht spezielle Kampftechniken und die werden effektvoll in Szene gesetzt. Einfallsreiche, perfekte Tricktechnik und spektakuläre Zweikämpfe zeichnen diesen sehenswerten Fantasy-Film aus. Etwas kitschig, aber ich fand den Film gut.



Martial-Arts, Action und Yakuza-Filme






Zatoichi – Der blinde Samurai

Originaltitel: Zatoichi
Japan 2003, 111 Min
Genre: Martial-Arts / Gangsterfilm
Regie: Takeshi Kitano
Drehbuch: Takeshi Kitano
Darsteller: Takeshi Kitano als Zatoichi; Tadanobu Asano als Hattori
FSK 16
weitere Filme: Von 1962 bis 1989 wurde Zatoichi vom Schauspieler Shintaro Katsu in 26 Filmen und einer Fernsehserie dargestellt.

Der blinde Masseur Zatoichi zieht von Ort zu Ort und bietet seine Dienste gegen Unterkunft und Verpflegung an. Hinter dem scheinbar harmlosen Blinden, verbirgt sich jedoch ein perfekter Schwertkämpfer. Eines Tages kommt Zatoichi in ein Dorf, dass von rivalisierenden Gangsterbanden beherrscht wird. Er stellt sich auf die Seite der ausgebeuteten Bewohner und zweier junger Geisha, deren Eltern einst den Gangstern zum Opfer fielen. Nun werden alte Rechnungen beglichen und das Blut fließt in Strömen.

Meine Meinung: raffiniert, überraschend, blutig, ungewöhnlich, humorvoll


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